06.10.2005
Kirchengemeinden und Kindergarten spenden Erntedank-gaben für die Tafel..
Bayreuth. Es ist ein guter Brauch, an Erntedank Gaben in die Kirche zu bringen. Doch für die Pfarrerinnen und Pfarrer ist es oft gar nicht so einfach, diese Gaben an bedürftige Menschen weiterzugeben. Erschwert wird dies noch durch verschärfte lebensmittelrechtliche Vorschriften, weswegen öffentliche Einrichtungen die gespendeten Lebensmittel oftmals gar nicht verwenden dürfen.
Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Da kommt die Bayreuther Tafel gerade recht. Denn die über 1.500 Bürgerinnen und Bürger, die die Tafel regelmäßig mit Lebensmitteln versorgt, freuen sich buchstäblich über jeden Apfel, über jedes Pfund Mehl, über jeden Liter Milch. So hieß es an und nach Erntedank für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayreuther Tafel: Großeinsatz zum Lebensmittel abholen. Die Auferstehungskirche in der Saas, die Stadtkirche, die Lutherkirche am Roten Hügel/Meyernberg, die Geseeser Kirchengemeinde St. Marien und die Erlöserkirche in der Bayreuther Altstadt hatten reichlich Lebensmittel gesammelt.
„Besonders über Mehl und Zucker werden sich unsere Kunden riesig freuen,“ strahlte Vorsitzende Ingrid Struller. Denn im Gegensatz zu Obst und Gemüse ist die Tafel mit diesen Lebensmitteln eher spärlich bestückt. Struller: „Mehl und Zucker sind lange haltbar, darum bekommen wir diese Lebensmittel viel seltener von unseren Spendern als frische Sachen.“
Einen besonders schönen Abschluss des Erntedankreigens brachten die Kinder des Kindergartens „Fanta(i)sie“ aus der Altstadt dar. Gemeinsam mit Kinderpflegerin Irene Münch zogen sie die Gaben in einem wundervoll geschmückten Bollerwagen bis zum Tafelladen. Dort ließen sie es sich nicht nehmen, die Gaben auch in die vorgesehenen Regale einzuräumen.
Die Bayreuther Tafel e.V. hat ein eigenes Fahrzeug! Möglich wurde die Erfüllung dieses Wunsches durch eine Spende des Vereins „Evangelische Arbeit Bayreuth e.V.“ Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, verschiedene soziale Projekte in unserer Stadt durch das Sammeln von Sach– und Geldspenden trotz allgemeiner Kürzungen am Leben zu erhalten.